KIRCHENGEMEINDE IDENSEN/MESMERODE

Neuigkeiten unserer Gemeinde

Wer erkennt es - April 2019

Nach dem schwierig zu erkennendem Lied im März habe ich diesmal eines gefunden, welches ständig im Radio läuft. Somit könnte es dieses Mal leichter sein. Hier noch einmal der Text:

ErkenntAprilErzähl mir etwas von dir Mädchen
Bist du glücklich in dieser modernen Welt?
Oder brauchst du mehr?
Gibt es noch etwas anderes, nach dem du suchst?
Ich falle (ich tauche ab)
In all den guten Zeiten sehne ich mich nach Veränderung
Und in den schlechten Zeiten fürchte auch ich mich

Erzähl mir von dir Junge
Bist du nicht müde zu versuchen diese Leere zu füllen?
Oder brauchst du mehr?
Ist es nicht schwer es auszuhalten?
Ich falle
In all den guten Zeiten sehne ich mich nach Veränderung
Und in den schlechten Zeiten fürchte auch ich mich

Ich bin im tiefen Wasser, schau zu, wie ich eintauche
Ich werde nie den Grund berühren
Breche durch die Oberfläche, wo sie uns verletzen können
Wir sind jetzt weit von den Untiefen entfernt

In den Untiefen, Untiefen
In den Untiefen, Untiefen
In den Untiefen, Untiefen
Wir sind jetzt weit von den Untiefen entfernt

Oh, hahhh-oh
Ah, haaahw-woah-woah, ohhh
Ah, haaahw-woah-woah, ohhh

Ich bin im tiefen Wasser, schau zu wie ich eintauche
Ich werde nie den Grund berühren
Breche durch die Oberfläche, wo sie uns nicht verletzen können
Wir sind jetzt weit von den Untiefen entfernt

In den Untiefen, Untiefen
In den Untiefen, Untiefen
In den Untiefen, Untiefen
Wir sind jetzt weit von den Untiefen entfernt

In dem Lied geht es um die Frage der Zufriedenheit in einer modernen Welt, in der man sich guten Zeiten nach Veränderung sehnt, sich in schlechten Zeiten jedoch fürchtet. Dennoch stürzt sich der Sänger mutig ins Tiefe und lässt das flache Wasser hinter sich. Im Refrain heißt es:

Ich bin im tiefen Wasser, schau zu wie ich eintauche
Ich werde nie den Grund berühren
Breche durch die Oberfläche, wo sie uns nicht verletzen können
Wir sind jetzt weit von den Untiefen entfernt

In der modernen schnellen Welt sind die meisten auf der Suche. Das Problem ist, das viele nicht wissen, was sie eigentlich suchen. Ist es die Suche nach mehr Aufmerksamkeit? Mehr Freizeit? Mehr Geld? Reicht das aus? Oder sind es innere Werte: mehr Zufriedenheit? Mehr Glück? Aber wann ist das Maß voll und wir sind zufrieden, glücklich, reich genug mit ausreichend Freizeit. Das Gefühl genug zu haben, wird nie da sein, denn da könnte immer noch mehr sein. Es ist nie ausreichend. Es sei denn, man ist mit sich selbst im Reinen und seinen inneren Frieden gefunden. Dann hat man nämlich auch die Zeit, sich umzuschauen und zu sehen: Was habe ich es doch eigentlich gut.

Die Jahreslosung dieses Jahr lautet: Suche Frieden und jage ihm nach! (Psalm 34,15). Meiner Meinung nach geht es dabei nicht (hauptsächlich) um den Frieden zwischen Ländern und Menschen. Sondern um den Frieden mit sich selbst.

Da ist es schon mal wert, auf die Jagd zu gehen, ihn aufzuspüren, ihn zu erkennen und zu fangen. Aber dieser Frieden ist wie ein scheues Wildtier, auch wenn man es einmal gefangen hat, versucht es regelmäßig zu entkommen. Da muss man schon Freundschaft schließen und eine Beziehung zu pflegen. Am Ende des Gottesdienstes hören wir jedes Mal den Segen: Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. (4 Mose 6:24-26). Damit ist genau dieser Frieden, dieses mit sich selbst im Reinen sein, gemeint.

Aber wie ist es denn in schlechten Zeiten? Wenn es einem gut geht, ist es einfacher, nicht zu zweifeln. Wenn die kleinen oder großen Katastrophen im Alltag passieren, dann kann man schnell erkennen, wie weit der innere Frieden tatsächlich reicht. Die Reaktion auf diese Untiefe, wie es im Lied genannt wird, ist gelassener. Hat man die Ruhe, auf die Situation zu schauen, wie sie entstanden ist und kann die Gründe ermitteln, kann man besser reagieren und viele Dinge klären. Und diese Zeit hat man, wenn nicht noch Nebenschauplätze – die eigene Unzulänglichkeit – für Probleme sorgen. Man kann sich um die Sache selbst kümmern und das hilft oft weiter. Natürlich nicht immer, aber viele schwierige Situationen unter uns Menschen wären damit entschärft und längst nicht mehr eine so große Katastrophe.

Und? Wer hat es erkannt? Richtig, es ist das Lied Shallow von Lady Gaga & Bradley Cooper. Der Song wurde von Lady Gaga und Mark Ronson, Anthony Rossomando und Andrew Wyatt für A Star Is Born geschrieben und ist der Titelsong des Films. In den Charts taucht es im Oktober 2018 auf. Er hat in den Golden Globe Awards 2019 die Auszeichnung für den besten Filmsong erhalten.

Und so wünsche ich uns allen: Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, Herr, hilfst mir, dass ich sicher wohne. (Psalm 4:9)

Geschrieben von Kirsten Gutleben

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