KIRCHENGEMEINDE IDENSEN/MESMERODE

Neuigkeiten unserer Gemeinde

Wer erkennt es – Mai 2019

werMaiAuch im Monat Mai gibt es natürlich wieder ein „Wer erkennt es“, aus den aktuellen Charts. Ein paar Mal habe ich es schon im Radio gehört, und freue mich jetzt schon auf das nächste Mal.

Hier erst einmal den Text noch einmal:

Fühlst du dich jemals als Außenseiter?
Alles in dir ist dunkel und verdreht
Oh, aber es ist okay, anders zu sein
Denn Baby, ich bin es auch (ich bin es auch, ich bin es auch, ich-ich-ich-ich-ich

Kannst du das Flüstern überall im Raum hören?
Du spürst ihre Augen auf dir wie billiges Parfüm
Du bist wunderschön, aber missverstanden
Also warum versuchst du so zu sein wie die Nachbarschaft?

Ich kann es sehen, ich weiß, was du fühlst
Also lass mich dir von meinem kleinen Geheimnis erzählen
Ich bin ein bisschen verrückt darunter
Darunter

Fühlst du dich jemals als Außenseiter?
Alles in dir ist dunkel und verdreht
Oh, aber es ist okay, anders zu sein
Denn Baby, ich bin es auch (ich bin es auch, ich bin es auch, ich-ich-ich-ich-ich)
Fühlst du dich jemals als Ausgestoßener?
Du musst nicht in das Format passen
Oh, aber es ist okay, anders zu sein
Denn Baby, ich bin es auch (ich bin es auch, ich bin es auch, ich-ich-ich-ich-ich)

Oh, so schick gekleidet wie Sid und Nancy (ja)
Laufen wie die Killer Queen, lass sie weiter fragen
Also komm Baby, gib mir ein Feuerzeug
Wir werden sie in Brand setzen
Wir sind die Sünder und die Segnungen

Ich kann es sehen, ich weiß, was du fühlst
Also lass mich dir von meinem kleinen Geheimnis erzählen
Ich bin ein bisschen verrückt darunter
Darunter, ooh

Fühlst du dich jemals als Außenseiter?
Alles in dir ist dunkel und verdreht
Oh, aber es ist okay, anders zu sein
Denn Baby, ich bin es auch (ich bin es auch, ich bin es auch, ich-ich-ich-ich-ich)
Fühlst du dich jemals als Ausgestoßener?
Du musst nicht in das Format passen
Oh, aber es ist okay, anders zu sein
Denn Baby, ich bin es auch (ich bin es auch, ich bin es auch, ich-ich-ich-ich-ich)

(Ah-ah-ah)
Du bist König und Königin
Du bist stark und du bist schwach
Du bist gebunden, aber so frei
(Ah-ah-ah)
Also komm und mach mit
Und nenn mich Harley
Und wir machen eine Szene

Fühlst du dich jemals als Außenseiter?
Alles in dir ist dunkel und verdreht
Oh, aber es ist okay, anders zu sein
Denn Baby, ich bin es auch (ich bin es auch, ich bin es auch, ich-ich-ich-ich-ich)
Fühlst du dich jemals als Ausgestoßener?
Du musst nicht in das Format passen
Oh, aber es ist okay, anders zu sein
Denn Baby, ich bin es auch (ich bin es auch, ich bin es auch, ich-ich-ich-ich-ich)

Wer kennt das nicht: Man stößt zu einer Gruppe dazu und versucht sich anzupassen. Wie sprechen die Leute, wie sind sie angezogen, haben sie besondere Gepflogenheiten? In meinem Beruf habe ich gerade neue Kollegen bekommen, da spüre ich diese Fragen an jeder Stelle. Gerade, wenn wir in eine neue Situation kommen, merke ich die Blicke und die Unsicherheiten der Beiden. Und da hilft es nichts, wenn ich sage: Alles ist gut, es kommt nicht darauf an, was ihr anhabt oder wie ihr sprecht. Es kommt darauf an, was ihr sprecht und wie ihr mit dem Gegenüber umgeht. So langsam kommt die Sicherheit, dass es auch so ist, und man merkt die Entspannung. Und dann können die beiden auch ihre Qualitäten ausleben und ich freue mich: gut, dass sie da sind.

Und so möchte ich auch in meinem privaten Umfeld leben. Ich will so sein, wie ich bin. Ich will mich nicht verstellen, und dennoch kein Außenseiter sein. Auf Dauer verstellen? Das geht nicht. Und woher sollen die neuen – potentiellen – Freunde denn erkennen, wie ich wirklich bin und ob wir zusammenpassen? Wenn man sich erst einmal gefunden hat, dann kann es sein, dass sich Rituale einstellen, die für Außenstehende ungewöhnlich sind. Aber sofern ich mich und die anderen dabei richtig fühle, ist alles okay.

Und auch Gott nimmt uns so, wie wir sind. Wir müssen uns nicht verstellen, können wir auch gar nicht, er kennt uns doch so gut. „Herr, du durchschaust mich, du kennst mich bis auf den Grund. Ob ich sitze oder stehe, du weißt es, du kennst meine Pläne von ferne. Ob ich tätig bin oder ausruhe, du siehst mich; jeder Schritt, den ich mache, ist dir bekannt. Noch ehe ein Wort auf meine Zunge kommt, hast du, Herr, es schon gehört. Von allen Seiten umgibst du mich, ich bin ganz in deiner Hand. Dass du mich so durch und durch kennst, das übersteigt meinen Verstand; es ist mir zu hoch, ich kann es nicht fassen. (Psalm 139, 1-6). Und doch nimmt er uns mit allen Fehlern an. Das ist ein großartiges Gefühl. Ich darf sein, wie ich bin und werde geliebt. Und diese Sicherheit hilft mir über viele kleine Unsicherheiten hinweg.

Natürlich schaue ich in einer neuen Gruppe, wie sie sich geben. Aber ich versuche, mich selbst nicht zu verstellen. Wenn es passt? Super! Dann habe ich neue Freunde gefunden. Wenn nicht? Nun, wir können gut miteinander umgehen, da wir uns nicht angelogen haben, und gehen weiter, ohne Freunde zu werden. Vielleicht passt es ja beim Nächsten?

Und? Wer hat es erkannt? Richtig, es ist „So am I“ von Ava Max. Aktuell auf Platz 56 der Deutschen Charts, Platz 16 der Englischen Charts. Veröffentlicht wurde er im März 2019. Ava Max möchte dazu ermutigen, sich selbst zu lieben und nicht ständig zu versuchen, in das Format der Gesellschaft zu passen. Denn auch sie selbst zählt zu den Menschen, die gegen den Strom schwimmen.

Das wünsche ich jedem von uns: Den Mut zum Anderssein, zum Selbstsein, und die Gewissheit, dass man geliebt wird. Genau so, wie man ist. Immer.

                                                           Geschrieben von Kirsten Gutleben

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