Gemeindegruppen und Verstaltungen werden wieder durchgeführt.
Gottesdienste und Konfirmandenunterricht finden unter Anwendung des Hygienekonzeptes weiterhin statt.

Die Sigwardskirche ist verlässlich täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Neuigkeiten unserer Gemeinde

Begegnungen der besonderen ArtSigwardsGarten

Es war eine Idee vor gut 18 Monaten: Wenn so viele Menschen nach Idensen als Besucher*innen kommen, weil sie sich pilgert, radfahrend oder einfach interessiert die Landschaft bewegen, wie treten wir dann mit diese Menschen in Kontakt? Typischerweise treffen Gäste niemanden an, wenn sie in die täglich von 10 bis 18 Uhr verlässlich geöffente Kirche gehen. Wie viele Menschen mögen das sein, die jährlich das Gelände besuchen, was von der Anschrift her als "An der Sigwardskirche 3" beschrieben wird?

Hochrechnung ergaben, dass es rund 10.000 Menschen sind. Wann wie viele kommen, wusste niemand, aber dass es immer mehr werden, war klar. Und es war auch klar: Wir möchten eine Art "Willkommenskultur" aufbauen und leben, Menschen willkommen heißen und für ein Gespräch da sein. Egal, woher jemand kommt, egal wie alt die Person ist, welche Nationalität, welche Konfession oder welche Intention diese Person mitbringt. Der Mensch ist willkommen.

Wir hatten versucht, Fördermittel für die Vorhaben bei der Landeskirche zu erhalten, die aber abgelehnt wurden. So fand im Frühjahr eine Gruppe von zwölft Ehrenamtlichen unserer beiden Dörfer, die trotzdem die Idee zum Leben erwecken wollte - in einem Rahmen, den alle auch zeitlich schaffen können. Es entstand: "Gespräche in Sigwards Garten", die starten sollten, wenn die Corona-Verordnung es zulässt.

Im Juni war es soweit: Jeden Samstag von 14 bis 17 Uhr (es sei denn, es regnete), saßen zwei Menschen vor der Kirche auf einer Bank oder unter der Linde und waren einfach da. Ein großzügiger Spender hatte die Anschaffung von einheitlichen T-Shirts ermöglicht und so waren die "Diensthabenen" gut zu erkennen. Bis Ende September gab es Begegnungen, Gespräche und berührende Ereignisse.

In einer Nachbesprechung wurde deutlich, dass es sehr gut war, den Einsatz mit keiner Aufgabenstellung zu versehen: es gab kein Ziel, keine Inhalte, keine Vorgaben. Alles passierte, was sich anbot: Ein Gespräch über die Störche, eine gemeinsame Tasse Kaffee, ein Gespräch über die Kirche als Institution oder die Sorgen mit Kindern und Enkeln. Wir haben offene Menschen erlebt, die sich Zeit nehmen, auf dem Gelände der Sigwardskirche zu verweilen. Wir haben erlebt, dass Menschen an einem Sonntag über eine Stunde in der Sigwardskirche bleiben. Wir haben erlebt, dass viel mehr Menschen kommen, als wir selber gedacht haben - vor allen Dingen die Zahl der Radfahrer*innen war enorm. Die Menschen kamen von nah fern und wir haben erkannt, dass wir einzelne Personen immer und immer wieder gesehen haben; sie genießen Sigwards Garten und die Sigwardskirche, um aus dem Alltag zu entfliehen.

Als Resümee bleibt, dass sich alle bei der Rückbetrachtung einig waren, dass sich der Einsatz und der damit verbundene Aufwand gelohnt haben: Für die Menschen, mit denen wir gesprochen haben, aber auch für uns selbst. So kann es dann nächstes Jahr weitergehen mit dem "Einsatz in Sigwards Garten".

 

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