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Neuigkeiten unserer Gemeinde

Wer erkennt es – Mai 2022WererkenntMai22

Der Mai steht für mich im Jahr für Erneuerung. Die Bäume haben wieder frisches neues Grün und die Sonne ist stark genug, um ein unbeschwertes Leben zu führen. Unbeschwert? Nicht wirklich. Da braucht man gar nicht auf die Weltlage zu schauen, einmal auf sich selber achten, dann erkennt man: unbeschwert geht anders. So zeigt uns das auch der heutige Text:

Sieh, wo wir (jetzt) sind

Früher waren wir Rockstars

Die nie an ein Übel gedacht haben

Bis dieses Ding, das wir Leben nennen, aufgehört hat zu leuchten

Ich wünschte, es gäbe eine Möglichkeit, zum Träumen zurückzukehren

 

Sich zu erinnern wird so schwer

Wenn die so schnell verrinnt

Ich wünschte, es gäbe eine Möglichkeit zu wissen, ob wir in

Den guten alten Tage sind bevor, wir sie alle hinter uns verlassen

 

Ich habe versucht, den Schmerz zu vergessen

Ich habe versucht, ihn weggehen zu lassen, aber vermutlich wird es sich nicht ändern

Ich denke immer nur an meine eigenen Sorgen

Erinnerst du dich noch daran, dass wir früher keine Sorgen hatten?

Nun ist das Leben nicht mehr genauso

Ich sitze und vermisse und erinnere mich an die unschuldigen alten Tage

Als ich vor niemandem Angst hatte

Heute habe ich Angst davor, ein Niemand zu sein

 

Ich will mein Bett nicht verlassen

Ich werde einfach drinbleiben und es nie auf die Reihe bekommen

Weil die Stimmen in meinem Kopf

Die sagen mir weiterhin, dass es nicht besser werden wird

 

Sieh, wo wir (jetzt) sind

Früher waren wir Rockstars

Die nie an ein Übel gedacht haben

Bis dieses Ding, das wir Leben nennen, aufgehört hat zu leuchten

Ich wünschte, es gäbe eine Möglichkeit, zum Träumen zurückzukehren

 

Sich zu erinnern wird so schwer

Wenn die so schnell verrinnt

Ich wünschte, es gäbe eine Möglichkeit zu wissen, ob wir dabei sind

Die guten alten Tage bevor, wir sie alle hinter uns verlassen

 

Manchmal habe ich diese Art Stachel, der direkt in meiner Brust steckt

Sein einziger Zweck ist, mich davon zu überzeugen, dass ich am Ende bin

Und obwohl es immer ein unerwünschter Gast war

Findet es trotzdem seinen Weg

Ich wünschte, ich könnte meine Adresse ändern

 

Und du weißt

Sei einfach jemand anderes für ein paar Tage

Obwohl ich ziemlich sicher bin, fühlen wir uns alle irgendwie so

Weil, wenn du darüber nachdenkst,

Sind wir nicht alle an demselben Ort,

Wo wir auf die besseren Tage zurückblicken

Und uns wünschten, sie wären nicht so weit weg?

 

Ich wünschte, ich könnte einfach zurückgehen und so sein, wie ich früher war

Ich wünschte, ich würde einen Dreck darauf geben, wie ich rüberkomme

Ich wünschte, die Art mich selbst zu sehen, wäre nie verloren gegangen

In all den Sorgen, all den Gedanken

Ich überdenke alle Teile

So erschöpft, immer gefangen

Oben in meinen Zweifeln und Schwächen

Und ich werde sie alle zählen

Jemand sollte mich auffangen, ich bin dabei umzufallen

Yeah, ich bin dabei umzufallen

Können wir auf "Pause" drücken?

Oder einen Neustart machen

Und sein, wer wir waren?

 

Früher waren wir Rockstars

Die nie an ein Übel gedacht haben

Bis dieses Ding, das wir Leben nennen, aufgehört hat zu leuchten

Ich wünschte, es gäbe eine Möglichkeit, zum Träumen zurückzukehren

 

Sich zu erinnern wird so schwer

Wenn die so schnell verrinnt

Ich wünschte, es gäbe eine Möglichkeit zu wissen, ob wir dabei sind

Die guten alten Tage bevor, wir sie alle hinter uns verlassen

 

(Früher waren wir Rockstars)

Nicht wahr?

(Früher waren wir Rockstars)

Nicht wahr?

Wir waren Rockstars?

(Früher waren wir Rockstars)

Yeah, früher waren wir Rockstars

(Früher waren wir Rockstars)

 

Sich zu erinnern wird so schwer

Wenn die so schnell verrinnt

Ich wünschte, es gäbe eine Möglichkeit zu wissen, ob wir dabei sind

Die guten alten Tage bevor, wir sie alle hinter uns verlassen

 

Die guten alten Tage… „Früher waren wir Rockstars“. Mit dem Blick in die Vergangenheit verklären wir doch oft so einiges. Die wenigsten von uns werden wirklich Rockstars gewesen sein. Oder die Könige in den Klassenräumen. Oder die Helden der Clique. Da werden die Taten von anderen einem selber in die Schuhe geschoben und Dinge, die vielleicht doch nicht so schön waren, schön gedacht.

Bei diesem Bild denke ich immer an den Film „Feuerzangenbowle“, wo die Schulzeit dem jungen Teilhaber einer Firma in den schönsten Farben gemalt werden. Dieser wurde immer privat unterrichtet und war nie in einer normalen Schule. Woraufhin dieser dann zurück in die Schule geschickt wird, um diese Zeit selber zu erleben. Und der dann feststellt: Neben den tollen Streichen, die gespielt werden, neben der Kameradschaft, die er erlebt und neben der ersten Liebe, die er erfahren darf, gibt es doch noch einige andere Dinge, die einen für das Leben prägen. Und die nicht immer eitel Sonnenschein sind.

Und genauso funktioniert doch auch das Leben. Neben den vielen schönen Dingen, die wir entdecken können, gibt es immer die Schattenseiten. Die dunklen Tage, die einen genauso prägen, wie es die hellen Tage auch tun, und beide Seiten machen die Erfahrungen eines Menschen aus und die dunklen Tage sind notwendig, damit wir die hellen Tage überhaupt wertschätzen können. Im Text heißt es: „Erinnerst du dich noch daran, dass wir früher keine Sorgen hatten? Nun ist das Leben nicht mehr genauso. Ich sitze und vermisse und erinnere mich an die unschuldigen alten Tage.“

Aber weiter geht es: „Ich sitze und vermisse und erinnere mich an die unschuldigen alten Tage, als ich vor niemandem Angst hatte. Heute habe ich Angst davor, ein Niemand zu sein“

Niemand ist ein Niemand, jeder Mensch ist wertvoll und hat seine eigenen Gaben. „Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied.“ (Römer 12, 4-5)

Aber es gilt, diese Gaben zu erkennen, sie hervorzuholen und den Mut zu haben, diese Gabe auch zu nutzen. Das muss man erkennen, damit man keine Angst mehr vor der Gegenwart hat und sie auch zu nutzen weiß.

Im Text geht es so negativ weiter: „Ich will mein Bett nicht verlassen. Ich werde einfach drinbleiben und es nie auf die Reihe bekommen. Weil die Stimmen in meinem Kopf, die sagen mir weiterhin, dass es nicht besser werden wird.“ Das klingt nach einer handfesten Depression. Augen zu, Ohren zu, Sinne zu, damit man nicht wahr wird, dass das Leben um einen herum stattfindet. Und das Leben ist neben dunkel eben auch hell.

Obwohl ich ziemlich sicher bin, fühlen wir uns alle irgendwie so. Weil, wenn du darüber nachdenkst, sind wir nicht alle an demselben Ort, wo wir auf die besseren Tage zurückblicken und uns wünschten, sie wären nicht so weit weg?“ Ich denke, es ist normal, gelegentlich zurückzublicken und zu reflektieren, wie es damals war. Aber wenn ich ehrlich bin: ich bin nicht unglücklich darüber, dass sie so weit weg sind. Vielleicht, weil ich mich auch an die dunklen Seiten damals erinnere? Sind sie noch nicht weit genug weg?

Ich bin froh, in der Gegenwart zu leben. Ich bin froh, im hier und jetzt zu sein, mit meinen Erfahrungen und Erlebnissen. Es ist mir jetzt möglich, ich selbst zu sein, niemandem mehr gefallen zu müssen und dennoch die Fähigkeit zu haben, diplomatisch zu reagieren. Das wäre ohne meine Vergangenheit so nicht möglich. Also muss ich dem Verfasser des Liedes sagen: Nein, es geht nicht jedem so.

Können wir auf "Pause" drücken? Oder einen Neustart machen und sein, wer wir waren?

Nein, können wir nicht. Brauchen wir auch nicht, wenn wir die Tage nutzen, die uns geschenkt werden. Es ist jederzeit möglich, dass unser Leben, so wie wir es kennen, beendet ist. Sie es durch einen Unfall oder Krankheit, aber auch durch eine Veränderung der Zustände durch einen Krieg oder eine Naturkatastrophe. Es ist auch jederzeit möglich, dass unser Leben beendet ist.

Und durch diese Eventualitäten sollte man sich nicht herunterziehen lassen, sondern sich klar sein, wie wichtig es ist, Zeit für wertvolle Dinge zu nutzen.

Es ist nicht wichtig, wieviel Geld man auf dem Konto hat oder ob die Wohnung staubfrei ist.

Aber es ist wichtig, Zeit mit den Menschen, die man gernhat, zu verbringen. Es ist wichtig, sich für seine Mitmenschen zu engagieren, für Frieden zu kämpfen, für Kinder eine schönere Umwelt zu schaffen.

Dafür bedarf es Mut und das Bewusstsein, was man alles schaffen kann. Wenn man nur anfängt. Dann braucht man auch nicht traurig auf die Vergangenheit schauen und zu denken, wie schön und stark man war und was für tolle Erlebnisse man hatte. Denn dann schafft man solche Erlebnisse in der aktuellen Zeit.

In Prediger 3,10-13 heißt es: „Ich sah die Arbeit, die Gott den Menschen gegeben hat, dass sie sich damit plagen. Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben. Denn ein jeder Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.“

Eine Gabe Gottes, die wir nicht nur nutzen können, sondern nutzen sollten.

Und? Wer hat es erkannt? Es ist das aktuelle Lied, mit dem Deutschland im Eurovision Song Contest an den Start geht: „We used to be rockstars“ von Malik Harris und ist logischerweise in diesem Jahr erschienen.

„Harris habe sich laut eigenen Angaben von einem Zitat aus der Fernsehserie The Office zur Komposition von Rockstars inspirieren lassen. Das Lied handele von der „guten alten Zeit“, in der viele Dinge einfacher gewesen seien. Diese Zeit lasse man hinter sich und gehe in „Alltag, Stress und Sorgen“ verloren. Er wolle mit dem Titel daran erinnern, dass man jene Zeit nicht verlasse, wenn man versuche, im Hier und Jetzt zu leben und nie den Blick für die kleinen Dinge verliere.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Rockstars)

Welche Platzierung wir mit diesem Lied erreichen können, werden wir in diesem Monat sehen. Ich bin gespannt und werde auf das Ergebnis schauen.

Ich wünsche uns allen, im Hier und Jetzt zu leben und nicht bedauernd auf die Vergangenheit zu schauen. Ich wünsche uns den Mut für neue Begegnungen und neue Erlebnisse, die das jetzige Leben so lebenswert machen.

geschrieben von Kirsten Gutleben

 

 

 

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