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Neuigkeiten unserer Gemeinde

 

Wer erkennt es – SeptemberWererkenntSep21

Der Monat September bedeutet das Ende des Sommers. Er steht für mich aber immer im Zeichen der Diakonie. Am ersten Sonntag wird bei uns in der Gemeinde immer der Diakoniegottesdienst gehalten, vermutlich kommt das Gefühl daher. Obwohl das Lied von diesem Monat mit leichter Fernsehunterhaltung in Verbindung gebracht wird, steht es für Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit, was bedeutende Inhalte der Diakonie sind. Hier erst einmal der Text.

Wir sind eine Familie
Alle meine Schwestern stehen mir immer zur Seite!
Wir sind eine Familie
Jeder steht jetzt auf und singt

Wir sind eine Familie
Alle meine Schwestern stehen mir immer zur Seite!
Wir sind eine Familie
Jeder steht jetzt auf und singt

Jeder kann sehen, dass wir zusammen gehören
Wenn wir vorbeischlendern
(Und) wir sind auf dem Höhenflug, weil wir wissen, dass wir Gleichgesinnte sind
Ich würde doch nicht lügen
(Alle!) Alle Menschen um uns herum, die sagen
Können sie sich so nahe stehen
Nur fürs Protokoll
Bei uns bekommt man die Liebe in der richtigen Dosis, nämlich als Familienpackung

Wir sind eine Familie
Alle meine Schwestern stehen mir immer zur Seite!
Wir sind eine Familie
Jeder steht jetzt auf und singt

Wir sind eine Familie
Alle meine Schwestern stehen mir immer zur Seite!
Wir sind eine Familie
Jeder steht jetzt auf und singt

Leben macht Spaß und wir haben gerade erst begonnen
Uns unseren Anteil zu nehmen, an dem was die Welt so Tolles zu bieten hat
(Hohe) Hohe Erwartungen stellen wir an die Zukunft
Und unser Ziel ist in Sicht
(Wir!) Nein, uns kann niemand runterziehen
Ich sag dir mal, was wir unsere goldene Regel nennen
Habe Vertrauen in dich und in die Dinge, die du tust
Dann kann nichts schief gehen
Das ist unser Familienschatz

Wir sind eine Familie
Alle meine Schwestern stehen mir immer zur Seite!
Wir sind eine Familie
Jeder steht jetzt auf und singt

Wir sind eine Familie
Alle meine Schwestern stehen mir immer zur Seite!
Wir sind eine Familie
Jeder steht jetzt auf und singt

Wenn man den Text hört, kommt der Haupttenor des Liedes deutlich zur Sprache. Es wird so oft wiederholt, dass man gar nicht drumherum kommt zu verstehen: Wir sind eine Familie. Aber wer ist denn eine Familie?

Althergebracht ist es Vater, Mutter, Kinder, ggf. noch Großeltern. Aber reicht das aus? Im Fernsehen gibt es immer wieder eine Werbung eines Handyherstellers, der die Definition anders sieht. Da kann jeder eine Familie sein, um gemeinsam einen Tarif zu nutzen. Sozusagen eine Bedarfsgemeinschaft. Da habe ich meine Bedenken, denn eine Familie ist für mich mehr. So wie es in dem Lied auch rüberkommt: Familie ist etwas, auf das ich mich verlassen kann, die bedenkenlos für mich da ist, die mich immer unterstützt. Und nicht nur eine gewinnorientierte Zusammenwürfelung.

In kleinen Betrieben hört man häufig: Wir sind wie eine kleine Familie. Also geht gefühlt eine Familie auch außerhalb eines Verwandtschaftsverhältnisses. Eine Familie kann auch eine Interessengemeinschaft mit enger Bindung sein? Ich denke schon. Und es geht auch größer als in einem kleinen Handwerksbetrieb. Eine Gemeinde kann so etwas sein. Die Verbundenheit im Glauben kann so etwas sein. Wenn man so will, kann man sich mit allen Christen in einer Familie sehen.

In einer Familie gibt es schon einmal Streit. Man versteht sich auch nicht unbedingt mit jedem. Und dennoch: wenn es hart auf hart kommt, dann kann man sich aufeinander verlassen. Dieses Gefühl habe ich in unserer Gemeinde in den letzten anderthalb Jahren erlebt. Und ich hoffe, ich werde es noch sehr viel länger erleben! Es ist gut, sich aufeinander verlassen zu können.

„Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt.“ so heißt es im 1. Korinther 12,13. Wir sind alle mit einem Geist getränkt, wir sind alle eines Geistes, wir gehören zusammen. Da kann man schon von einer Familie sprechen.

Um aber das Gefühl einer Zusammengehörigkeit zu haben, dazu bedarf es schon einer Anstrengung. Man muss sich treffen, miteinander austauschen, sich wahrnehmen und wertschätzen. Man muss aufeinander achtgeben und unterstützen. Ich persönlich finde es ungemein wichtig, ehrlich miteinander zu sein. Aber Gemeinschaft ohne gemeinsame Treffen kann meines Erachtens nicht auf Dauer funktionieren.

Im Lied heißt es weiter: „Bei uns bekommt man die Liebe in der richtigen Dosis, nämlich als Familienpackung“.  Hier muss ich den Wikipedia Artikel zum Thema Liebe zitieren: „Liebe ist eine Bezeichnung für stärkste Zuneigung und Wertschätzung. Nach engerem und verbreitetem Verständnis ist Liebe ein starkes Gefühl, mit der Haltung inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person (oder Personengruppe), die den Zweck oder den Nutzen einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in der Regel durch eine entgegenkommende tätige Zuwendung zum anderen ausdrückt. Das Gefühl der Liebe kann unabhängig davon entstehen, ob es erwidert wird oder nicht. Hierbei wird zunächst nicht unterschieden, ob es sich um eine tiefe Zuneigung innerhalb eines Familienverbundes (Elternliebe, Geschwisterliebe) oder um eine Geistesverwandtschaft handelt (Freundesliebe, Partnerschaft) oder aber um ein körperliches Begehren gegenüber einem anderen Menschen (Eros).

Liebe als Familienpackung von unserer Glaubensgemeinschaft ist so viel Liebe, wie man es kaum fassen kann. Denn Gottes Liebe ist unerschöpflich. Ja, es wird immer mehr, je mehr Liebe geteilt wird, desto mehr Liebe steht zur Verfügung. Es ist wie das Wunder vom Brot und den Fischen. Erst ist wenig da und dann werden Tausende davon gesättigt. Also liebe/-r Lesende/-r: Gehe ruhig verschwenderisch mit der Liebe um. Vermutlich wirst du erstaunt sein, wieviel Liebe an dich zurückkommt. Wie es in den Wald hineinschallt, so kommt es halt auch heraus.

Ein weiterer Aspekt in diesem Lied ist die goldene Regel: „Habe Vertrauen in dich und in die Dinge, die du tust. Dann kann nichts schief gehen.“ so heißt es. Vertraut man auf sich selbst, dann hat man die Ruhe und Gelassenheit, die Dinge mit Bedacht anzugehen. Sich mit ihnen auseinander zu setzen und alles zu bedenken. Natürlich kann dann auch etwas schiefgehen, da stimme ich dem Liedtext nicht zu. Aber das ist nicht schlimm: denn zum einen fängt die Gemeinschaft gegebenenfalls entstandene Fehler wieder auf und zum anderen – für mich am wichtigsten – Dinge, die nicht versucht werden, können nichts Positives bewirken.

Woher soll man denn wissen, ob etwas erfolgreich ist, wenn man es nicht ausprobiert hat? Natürlich muss man nicht alles umsetzen, sich vorher Gedanken machen, ist schon sinnvoll. Aber etwas nicht machen, weil es schief gehen könnte, ist – denke ich -  nicht der richtige Weg. Und wenn man vorher mit anderen in der Gemeinschaft darüber redet, findet man ggf. Gleichgesinnte, Menschen, die mit einem zusammen etwas umsetzen. Was kann da alles angegangen werden!

Und? Wer hat es erkannt? Richtig: „we are family“ von Sister Sledge. Es ist am 22.01.1979 erschienen, hat also schon einige Jahre auf dem Buckel. Sister Sledge ist ein amerikanisches Soul- und Funk-Gesangsduo aus Philadelphia, Pennsylvania. Berühmt wurde Sister Sledge zunächst als Quartett, bestehend aus den Schwestern Kim, Debbie, Joni und Kathy. Da die Gruppe komplett aus Schwestern besteht, erfolgt die Ansprache im Lied auch immer mit „Sister“. Das Lied We Are Family erklomm in den Top 10 der UK- (Platz 5) und US-Charts (Platz 2) auch in der Schweiz (Platz 6) und in Deutschland (Platz 26) Hitparadenplätze.

Ich wünsche uns allen das Gefühl der Geborgenheit und der Gemeinschaft in unserer Gemeinde. Und ich wünsche uns allen den Mut, Dinge anzugehen, auszuprobieren. Damit wir unsere Familienstärke ausspielen können.

geschrieben von Kirsten Gutleben

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