Kirchengemeinde
Idensen-Mesmerode

 

 

 

 

 

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Wer erkennt es – April 2026

WererkenntApril26Der Frühling schallt aus allen Ecken, es ist April, die Natur erblüht und die Vögel singen wieder. Es ist die Zeit der Hoffnung und des Aufbruchs. Der Frühling ist das Wiederaufbrechen nach der Ruhezeit des Winters. Es ist auch die Zeit, in der man sich neue Ziele setzt und seine Lebensplanung überdenkt. In diesen Momenten kommt mir ein Lied in den Sinn, das ich gerne teilen möchte. Es ist tatsächlich schon ein paar Jahre alt, hat für mich aber immer wieder eine starke Aktualität. Hier der Text.

Ich liebe deine Augen, sie lächeln mich an
Sie sagen: hab' keine Angst
Wir gehen auf das zu, das wir beide brauchen
Und ich weiß, dass wir nicht zu spät sind
Horizonte weit entfernt und schwer zu sehen
Aber ich bin sicher, wir können es schaffen
Der Motor läuft und verbrennt meine Füße
Aber das wird mich nicht aufhalten

Lass uns die Brücken hinter uns verbrennen
Du weißt in dir drin
Wann man sich verabschieden muss

Wir können jetzt nicht mehr zurücksehen
Bitte weine jetzt nicht
Lass uns einen Donner schaffen
oh, ich bin jetzt an deiner Seite
Es ist jetzt alles gut
Und Baby wir haben ihn überschritten
Den Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt
Du hast den Punkt ohne Rückkehr gesehen

Ich habe keine Angst, weil ich deine Hand habe
Du würdest mich niemals fallen lassen
Es ist verrückt, wie wir verstehen
Wir könnten einfach die Mauer treffen
Freiheit liebt all meine Knochen
Und es hat sich noch nie genau so angefühlt
Verlassen könnte mein neues Zuhause sein
Ich mag die Art, wie es schmeckt

Lass uns die Brücken hinter uns verbrennen
Du weißt in dir drin
Wann man sich verabschieden muss


Wir können jetzt nicht mehr zurücksehen
Bitte weine jetzt nicht
Lass uns einen Donner schaffen
oh ich bin jetzt an deiner Seite
Es ist jetzt alles gut
Und Baby wir haben ihn überschritten,
den Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt
Du hast den Punkt der Rückkehr gesehen

Viele Dinge, die man in seinem Leben macht, brauchen Ausdauer und Durchhaltevermögen, vergleichbar mit einer Wanderung. Bergauf und Bergab, durch Höhen und Tiefen. Und irgendwann kommt er: Der Punkt, an dem der weitere Weg, auch wenn er beschwerlich sein mag, einfacher zu gehen ist, als der Rückweg – der „point of no return“.

Am Anfang der Reise ist man hoch motiviert. Im Liedtext heißt es: „Wir gehen auf das zu, das wir beide brauchen und ich weiß, dass wir nicht zu spät sind. Horizonte weit entfernt und schwer zu sehen, aber ich bin sicher, wir können es schaffen. Der Motor läuft und verbrennt meine Füße, aber das wird mich nicht aufhalten.“ Selbst wenn einem die Füße verbrannt werden, hindert es nicht, das Ziel im Auge zu haben, weit entfernt am Horizont.

Wenn der Anfangs-Hype vorbei ist, merkt man die Anstrengung, die Probleme, die zu überwinden sind. „Wir können jetzt nicht mehr zurücksehen. Bitte weine jetzt nicht.
Lass uns einen Donner schaffen.“  In der Natur kommt ein Donner nach dem Blitz, Donner entsteht durch eine explosionsartige Ausdehnung der Luft infolge der extremen Hitze eines Blitzes, was eine Schockwelle erzeugt. Wann und womit schafft man als Mensch einen Donner? Es ist viel Energie auszustoßen, explosionsartig. Es ist ein Extraschwung, der eingesetzt wird, um das Ziel am Horizont zu erreichen.

Dazu braucht es Teamgeist, gemeinsam sich gegenseitig motivieren, dass man es schaffen kann. Im Lied heißt es: „oh, ich bin jetzt an deiner Seite. Es ist jetzt alles gut“

Und dann kommt er, der Point of no return. „Und Baby wir haben ihn überschritten, den Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt. Du hast den Punkt ohne Rückkehr gesehen“. Wie kann man sich dann noch weiter motivieren? Vor allem durch Gemeinsamkeit, durch Zusammenschluss, durch gegenseitige Motivierung. Eine ganze Strophe beschreibt hier das Gefühl.

„Ich habe keine Angst, weil ich deine Hand habe
Du würdest mich niemals fallen lassen
Es ist verrückt, wie wir verstehen
Wir könnten einfach die Mauer treffen
Freiheit liebt all meine Knochen
Und es hat sich noch nie genau so angefühlt
Verlassen könnte mein neues Zuhause sein
Ich mag die Art, wie es schmeckt“

Keine Angst haben, auf den Partner voll vertrauen; das ist doch gigantisch. Im Psalm 131 steht folgendes: „Ich bin zur Ruhe gekommen, mein Herz ist zufrieden und still. Wie ein kleines Kind in den Armen seiner Mutter, so ruhig und geborgen bin ich bei dir!“ Man fühlt sich bei Gott so wohl und geborgen, wie man es bei seiner Mutter ist. Eine Mutter tut alles für sein Kind, und so ist Gott auch zu uns. In den Situationen, in denen man Motivation und Unterstützung benötigt, ist er immer an unserer Seite. Dieses Wissen kann einem meist weiterhelfen.

Und noch ein Gedanke an Gott als Partner und Hoffnungsträger. Denn die Geschehnisse um Jesus gerade zu dieser Jahreszeit, zu Ostern, sind das Sinnbild der Hoffnung und zeigt uns, wie sehr Gott an unserer Seite steht. Der weggerollte Stein am Grabmal zeigt uns die Verbundenheit im Leben und auch über den Tod hinaus.

Im Refrain heißt es: „Lass uns die Brücken hinter uns verbrennen. Du weißt in dir drin, wann man sich verabschieden muss“. Verabschieden verstehe ich hier von dem Vergangenem, kein Abschied vom Leben oder vom Partner. Man erreicht eben genau diesen Punkt, an dem es kein Zurück gibt.

Die Zeile „lass uns die Brücken hinter uns verbrennen“ zeigt mir noch eine weitere Variante des Point of no return. Wenn man Tatsachen schafft, nach außen mit einer Entscheidung vertritt, dann gibt es in der Regel keinen Weg zurück, das muss man jetzt durchziehen, mit allen Konsequenzen. Auch das kann einem helfen, sein Ziel zu erreichen. Die Motivation zum Durchhalten erhält man dann durch die Menschen um einen herum.

Und? Wer hat es erkannt? Es ist das Lied „point of no return“ von Sunrise Avenue. erschien am 29. September 2017. Der Song wurde von Samu Haber und Jukka Immonen geschrieben und ist ein Pop-Rock-Titel der finnischen Band. Das Lied erschien in dem Album „Heartbreak Century“.

Im Netz findet sich zu diesem Song wenig, zu dem Album habe ich folgendes gefunden: „Inhaltlich scheint es auf den ersten Blick darum zu gehen, worum es immer geht: Herzschmerz, Trennungen, Liebeskummer. Der Albumtitel „Heartbreak Century“ lässt das auch erstmal vermuten – aber eigentlich geht es um so viel mehr. Es geht um das schnelllebige Zeitalter, in dem wir leben, in dem alles so unbeständig zu sein scheint. Sänger Samu Haber sehnt sich in seinen Texten nach  der Rückkehr zu echten Werten, echten Gefühlen und echter, handgemachter Popmusik. Und das ist ihm gelungen! Schon der erste Song der Platte „Never let go“, beginnt langsam und landet dann aber schnell im gewohnt rockigen Sunrise Avenue – Sound. Inhaltlich geht es darum, niemals aufzugeben – was wohl auch das Motto bei der Fertigstellung des Albums war. Samu hat sich nach der letzten Tour eine Auszeit genommen und ist zweieinhalb Jahre ganz alleine durch die Welt gereist, hat sich Einflüsse aus verschiedenen Ländern geholt, und bis zur Fertigstellung insgesamt über 100 Songs geschrieben. Er selbst sagt, dass er so lange an den neuen Stücken gearbeitet hat, bis er damit zufrieden war.“ https://www.regenbogen.de/nachrichten/musik/20171025/album-der-woche-sunrise-avenue-heartbreak-century

Ich wünsche allen, dass der Weg nach dem Punkt ohne Umkehr nicht so schwierig ist. Und vor allem, dass man immer den richtigen Partner an seiner Seite weiß, der zu motivieren weiß. Und ich wünsche jedem den Mut auf Neues, auch wenn der Weg lang und schwierig erscheint.

geschrieben von Kirsten Gutleben

 

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