Kirchengemeinde
Idensen-Mesmerode

 

 

 

 

 

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Wer erkennt es – Juli 2026

WererkenntJuli26Ich habe dieses Lied tatsächlich schon letzten Monat herausgesucht. Und dann dachte ich, dass ich doch nicht schon wieder ein Antikriegslied bringen kann. Jetzt habe ich dieses Lied auf einem Konzert gehört, gesungen aus tausend Kehlen. Und jetzt kann ich nicht anders, als es doch schon jetzt zu bringen. Hier der Text:

Ich muss tausende Träume geträumt haben
Verfolgt von Millionen Schreien
Aber ich kann die marschierenden Füße hören
Sie bewegen sich in der Straße

Hast du die Nachrichten gelesen
Sie sagen die Gefahr sei weg gegangen
Aber ich kann die Feuer noch brennen sehen
Sie brennen in der Nacht

Da sind zu viele Männer
Zu viele Menschen
Sie machen zu viele Probleme
Und nicht viel Liebe um weiter zu machen
Siehst du es nicht?
Dies ist das Land der Verwirrung

Das ist das Land in dem wir leben
Und das sind die Hände die wir öffnen
Benutze sie und lass uns versuchen

Diese Welt zu einem Platz zu machen in dem es sich zu leben lohnt

Ooh, Supermann wo bist du jetzt
Wo alles irgendwie falsch läuft
Die Männer aus Stahl, die Männer der Macht
Verlieren die Kontrolle in dieser Stunde

Das ist die Zeit
Das ist der Ort
Wo wir auf die Zukunft schauen
Aber da ist nicht viel Liebe um weiter zu machen
Sag mir warum dieses das Land der Verwirrung ist.

Das ist das Land in dem wir leben
Und das sind die Hände die wir öffnen
Benutze sie und lass uns versuchen
Diese Welt zu einem Platz zu machen in dem es sich zu leben lohnt

Ich erinnere mich vor langer Zeit –
Ooh als die Sonne geschienen hat
Ja und die Sterne hell waren
Die ganze Nacht über
Und das Geräusch deines Lachens
Als ich dich fest hielt
So lang vorbei –

Ich werde nicht Heim kommen heute Nacht
Meine Generation wird es recht machen
Wir machen keine Versprechungen
Das wissen wir, wir werden es nicht behalten

Da sind zu viele Männer
Zu viele Menschen
Sie machen zu viele Probleme
Und nicht viel Liebe um weiter zu machen
Siehst du es nicht?
Dies ist das Land der Verwirrung

Das ist das Land in dem wir leben
Und das sind die Hände die wir öffnen
Benutze sie und lass uns versuchen
Diese Welt zu einem Platz zu machen in dem es sich zu leben lohnt

Das ist das Land in dem wir leben
Und das sind die Namen die wir gaben
Steht auf und fangt an zu zeigen
Wohin unsere Leben führen

Die Kriegsgefahr, sie ist nebenan, dicht bei. Man hört die marschierenden Füße hören, man sieht die Feuer brennen. Ja, das Kriegsgetümmel ist dicht bei. Und warum dieser Krieg? Im Text steht: „Da sind zu viele Männer, zu viele Menschen. Sie machen zu viele Probleme und nicht viel Liebe, um weiter zu machen.“

Es sind also zum einen zu viele Menschen, die sich gegenseitig das Leben schwer machen. Und zum anderen gibt es zu wenig Liebe, um so weiter zu machen, wie bisher.

Dabei ist es doch so einfach: Liebe wird, wenn sie geteilt wird, nicht weniger, sondern mehr. Denken wir einmal an eine Mutter, die ein weiteres Kind bekommt. Durch das weitere Kind erhalten die anderen Kinder ja nicht weniger Liebe von ihrer Mutter. Rechnet man das einmal mathematisch auf, gibt es also mehr Liebe. Spannend, oder?  Genauso ist es mit jeder anderen Liebe, die es auf der Welt gibt. Und es ist auch so mit Gottes Liebe, sie wird immer mehr, wenn man sie teilt. Warum ist es dann so schwer, Liebe in die Welt hinaus zu tragen? Vielleicht, weil es eine Ellenbogengesellschaft ist, in der die Liebe nicht hoch geachtet ist? Schade.

Und sind wir ehrlich: wenn nicht jetzt und hier, wann dann? Im Text heißt es: „Das ist das Land in dem wir leben und das sind die Hände, die wir öffnen. Benutze sie und lass uns versuchen, diese Welt zu einem Platz zu machen in dem es sich zu leben lohnt“. Auf gut deutsch: fass mit an, mach etwas, und gemeinsam können wir es schaffen, dieses Land, diese Welt in eine Welt der Liebe zu verwandeln.

Stattdessen scheint es sich um etwas unmöglich Machbares zu handeln. Der Ruf nach Superman wird laut.

„Das ist die Zeit, das ist der Ort, wo wir auf die Zukunft schauen. Aber da ist nicht viel Liebe um weiter zu machen. Sag mir, warum dieses das Land der Verwirrung ist.“ So geht es im Text weiter. An der Vergangenheit können wir nichts ändern, die Gegenwart können wir gestalten, um es in der Zukunft zu richten. Also richten wir doch den Blick auf die Zukunft, schauen, was wir tun müssen und machen es. Jetzt. Mit unseren Händen, mit unseren Worten und mit unseren Taten. Jetzt. Im Hier und im Jetzt.

Und doch kommt jetzt ein Blick in die Vergangenheit, in die gute alte Zeit: „Ich erinnere mich vor langer Zeit – Ooh als die Sonne geschienen hat. Ja und die Sterne hell waren.
Die ganze Nacht über und das Geräusch deines Lachens. Als ich dich fest hielt.
So lang vorbei“. Wenn man marschierende Füße hört, hört man in der Regel kein Lachen, keine positiven Gedanken kommen einem. Kann man positiv in die Zukunft schauen? Ich weiß es nicht. Vielleicht hilft in solchen Momenten wirklich ein Blick in die Vergangenheit, um einem Kraft zu geben und um einem zu zeigen, wofür es sich zu kämpfen lohnt.

Und jetzt eine Ansage: „Meine Generation wird es recht machen. Wir machen keine Versprechungen. Das wissen wir, wir werden es nicht behalten“. Keine Versprechungen, aber die laufende, junge Gesellschaft, wird es recht machen. Wird die Zukunft gestalten. Aber ehrlich: Ist das die Sache einer Generation? Ist es nicht eher die Sache einer Gesellschaft, in einer Zeit, die gemeinsam erlebt wird? Ist es nicht die Sache von uns allen?

Und der Abschluss zeigt dann genau das: es ist ein Aufruf an uns alle, tätig zu werden und die Zukunft zu gestalten.

„Das ist das Land in dem wir leben
Und das sind die Namen die wir gaben
Steht auf und fangt an zu zeigen
Wohin unsere Leben führen“

Steht auf und fangt an zu zeigen, wohin unsere Leben führen!

Und? Wer hat es erkannt? Es ist das Lied „Land of Confusion“ von der Band Genesis. Es erschien im Jahr 1986 auf dem Album „Invisible“.

„Der Liedtext thematisiert das politische Klima aus Angst und Aggression und „einem drohenden nuklearen Inferno“ während des Kalten Krieges in der Ära von Reagan – Thatcher – Gorbatschow. Phil Collins beschrieb das Lied als “A political song about the mess we have landed in.” Mike Rutherford bezeichnete das Stück als „80er-Jahre-Protestsong“ und gab zu, „so offen wie in diesem Song habe ich mich nie wieder öffentlich erklärt. Meine Kommentare sind sonst kurz und beiläufig.“ Er bewertete den von ihm verfassten Liedtext wie folgt:

“It’s about how we live in a very nice world, and what a mess we’re making of it. How it should all be so easy and it’s all so difficult.”

„Hier geht es darum, dass wir in einer sehr schönen Welt leben und diese zu Grunde richten. Wie alles so einfach sein könnte und wie schwierig doch alles ist.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Land_of_Confusion

Im Internet findet man so einiges über dieses Lied. Hier ein paar Stimmen:

„Der Protestsong der 80er- Der die Weisheit der Weltführer hinterfragt. In einer Zeit, in der USA und Russland kurz vor einem Atomkrieg standen… Ich sags ja, ziemlich up to date, das Ganze. … Warum steht immer wieder einer auf, mit dem Gedanken, dem friedlichen Miteinander den Kampf anzusagen? Gott hat den Menschen mal aufgetragen, seine Schöpfung zu bewahren. Krieg ist menschengemacht, Frieden aber auch. Fangen wir endlich mal damit an!“

 https://www.heavenonair.de/radio/classic-rock-radio/genesis-land-of-confusion-6/

„Immer wieder geht es in ihren Songs um Missstände und Ungerechtigkeiten. Und obwohl sie kein politisches Lied schreiben wollen und um die politischen Geschehnisse am liebsten einen weiten Bogen gemacht hätten, schreiben sie doch einen Protestsong. „Land Of Confusion“ trifft genau den Nerv der Zeit. Denn Mitte der 80er sind der Kalte Krieg und das atomare Hochrüsten ist im vollen Gange. Genesis beschreiben eine Welt, die aus den Fugen geraten ist. In der keiner mehr so richtig weiß, wo eigentlich sein Platz ist. Woran man noch glauben soll. Gitarrist Mike Rutherford sagte über seinen Song:

„Hier geht es darum, dass wir in einer sehr schönen Welt leben und diese zu Grunde richten. Wie alles so einfach sein könnte und wie schwierig doch alles ist.“

Ich denke bei diesem Song an die politischen Machthaber heutzutage – den Krieg in der Ukraine und das Leid, was viele Menschen erfahren müssen. Krieg oder Frieden hängt von einzelnen Personen ab, die viel Macht haben. Aber geht es nicht eigentlich darum, dass wir unser Leben leben? Frei von Angst und ohne Einschränkungen. Da braucht es jemanden, der dem Ganzen ein Ende setzt. Im Song ist das Supermann – da heißt es:

„Ergreife sie und lass uns versuchen, einen Ort zu schaffen, der lebenswert ist.“

Ich hoffe, dass sich alles zum Guten hinwendet. Gott kann da eine Unterstützung sein; eine Hoffnung, an die es sich lohnt, festzuhalten. Das sind Genesis mit „Land Of Confusion“.

https://www.heavenonair.de/radio/harmony-fm/genesis-land-of-confusion-5/

In Land of Confusion von Genesis wird eine düstere Sicht auf die Welt vermittelt, die von Konflikten, Sorgen und einem allgemeinen Gefühl der Verwirrung geprägt ist. Der Sänger, Phil Collins, beschreibt, wie er von seinen Träumen verfolgt wird und die Menschengruppen auf den Straßen wahrnimmt. Selbst wenn die Nachrichten behaupten, die Gefahr sei vorüber, spürt er, dass die Probleme nach wie vor existieren.
Der Refrain hebt deutlich hervor, dass es zu viele Menschen gibt, die Probleme verursachen, und dass die Liebe in der Gesellschaft zu kurz kommt. Es wird klar, dass die gegenwärtige Welt voller Schwierigkeiten ist und die Menschen angehalten werden, ihre Hände zu nutzen, um eine lebenswertere Umgebung zu schaffen. Der Bezug zu Superman verdeutlicht das Gefühl der Hilflosigkeit, da selbst starke und mächtige Personen die Kontrolle verlieren.
Im Verlauf des Songs wird eine nostalgische Erinnerung an bessere Zeiten wachgerufen, als die Welt noch strahlender und voller Lachen war. Collins ermutigt seine Generation dazu, aktiv zu arbeiten und nicht nur leere Versprechungen zu machen.
Letztendlich fordert das Lied die Menschen auf, sich zu erheben, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam für eine positive Veränderung einzutreten, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Land of Confusion ist ein kraftvoller Aufruf zum Handeln in einer Zeit, die von Herausforderungen und Unsicherheit geprägt ist.

https://musikguru.de/genesis/bedeutung-land-of-confusion-20056.html

Soviel zu den Stimmen aus dem Netz. Ich finde, das Lied ist heute genauso aktuell, wie es im Jahr 1986 gewesen ist. Die Politiker spielen mit unserer Welt, wir müssen es wieder in unsere Hände bekommen und sie schützen.

Ich wünsche uns allen, dass es uns leichtfällt, die Liebe, die wir in uns haben, zu vervielfachen, indem wir sie großzügig verteilen. Das wäre eine Wohltat für unsere Welt, für unsere Gesellschaft, für unser Leben.

geschrieben von Kirsten Gutleben

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